23/06/2017 um 06:00

Von schwarzen Löchern und dem Tuten des eigenen Hornes

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Ich bin jemand, dessen größter Horror es ist, irgendwie unangenehm aufzufallen. Oder noch schlimmer: Leuten auf den Wecker zu gehen. Nun ist es aber so, dass die Zeiten vorbei sind, in denen Content ganz von alleine seine Leser gefunden hat. Wenn man nicht auf möglichst vielen Kanälen die eigene Werbetrommel rührt, dann wird man schlicht nicht bemerkt. Man sitzt im schwarzen Loch. Das hat bei mir in letzter Zeit doch vermehrt zu Frust geführt. Da ich aber nicht auf alle Ewigkeit meine Leserschaft mit Vornamen ansprechen können möchte, musste was geschehen. Ich muss in mein eigenes Horn tuten, auch wenn mir das echt unangenehm ist. Ich kenne aber auch zu viele andere Autoren, die eigentlich echt gut schreiben, aber mangels Marketing (blergh, ich hab das böse Wort in den Mund genommen!) und gutem Branding (und blergh, da ist das andere böse Wort!) einfach nur vor sich hindümpeln. Ich kenne aber auch welche, die sich geschickter anstellen, und nun die Bestsellerlisten von hinten aufrollen. Obwohl sie in einem viel größeren Markt bestehen müssen, was ich umso bemerkenswerter finde.

Das Blöde ist: Dieses ins Horn tuten funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen, und jeder Kanal hat da auch noch so seine eigenen Spielregeln. Und diesen wollte ich meine bisherigen privaten Accounts nicht unterwerfen. Ich selber will nicht zu einer Marke werden, und ich will immer noch völlig willkürlich Fahrrad-, Blümchen- und Essensbilder posten können. Und da ich auch noch einen tatsächlichen Real-Life-Job habe, der nicht nur viel von meiner Zeit sondern auch von meiner Energie frisst, musste ich mir auch gut überlegen, wieviele Kanäle ich denn überhaupt realistisch gut bespielen kann. Zeit zum Schreiben will ich ja auch noch haben.

Ich tute jetzt mal etwas lauter als bisher auf der Facebook-Page und habe einen eigenen Schreibselei-Instagram-Account ins Leben gerufen. Da übe ich mich jetzt darin, mehr als drei Hashtags zu benutzen. Mal sehen, ob meine Ideen so funktionieren. Ach ja, regelmäßiger bloggen würde wahrscheinlich auch helfen. Gnah.

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