Wie man eine Geschichte schreibt

Was ich immer sehr bedauerlich finde: Vieler kreativer Arbeit sieht man am Ende nicht an, wieviel Stunden und Stunden an Arbeit drin stecken. Man steht 10 Minuten vor einem Gemälde, schaut 90 Minuten einen Film, hört 3 Minuten einen Song oder ließt in einer Woche ein dickes Buch. Natürlich kann man alles auch noch zig-mal wieder anschauen/hören/lesen, aber man wird niemals selber soviel Zeit in das Werk investieren, wie der Künstler, der es erschaffen hat. Manche Werke fressen Jahre an Zeit. Drum hier ein kleiner Überblick darüber, was es heißt, eine Geschichte zu schreiben.

Schritt 1: Planen
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eine Geschichte zu planen. Manche benutzen ein Beatsheet, auf dem die wichtigsten Ereignisse notiert werden. Andere haben elaborierte Karteikarten-Systeme, auf denen jedes Kapitel und jede Szene stehen. Ganze Stammbäume für ihre Protagonisten. Manchmal reicht auch ein Schmierpapier. Die Hauptsache ist, dass man grob weiß, bevor man auch nur Zeile geschrieben hat, wie die Geschichte verlaufen soll. Sonst rennt man irgendwann unweigerlich gegen eine Wand des Nichtweiterwissens. Gegen die Wand des Nichtweiterwissens hilft auch Recherche. Geschichtenschreiben ist definitiv nicht nur eine Geduldsprobe, sondern auch eine Tour de Force in der Erweiterung des eigenen Wissens in vielen unvorhergesehenen Sachverhalten. Als ich Nate und Adelie zu Soldaten machte, tat ich das, weil es ihnen Grund gab, an vielen verschiedenen Orten auftauchen zu können. Was ich völlig unterschätzt hatte: Ich musste mir überlegen, wie diese Streitkräfte aufgebaut sind, wie sie ausgebildet werden, was für ein Umgangston dort gepflegt wird, etc pp. Wie fliegen sich Jagdflugzeuge? Wie funktioniert eine Airbase? Wie funktioniert diese futuristische Technik? Funktioniert sie überhaupt? Meine heimische Bibliothek ist seitdem gewaltig mit Nachschlagewerken angewachsen. Ja, ich würde all das auch im Internet finden. Aber das Internet ist ein Fass ohne Boden, ein Kaninchenloch ins Wunderland, und man will da nicht immer reinfallen und erst Stunden später wieder auftauchen – an einem Ort an den man gar nicht wollte. Je nach Genre und Geschichte kann dieser Planungs- und Rechercheprozess ziemlich lange gehen. Historische Romane sind da, glaube ich, am aufwendigsten, weil sie so viele Dinge richtig darstellen müssen. Fantasy und Science Fiction müssen nicht historisch akurat sein, aber in sich stimmig. Deren Welten unterliegen auch Gesetzen und Regeln, die man sich ausdenken und dann aber auch einhalten muss.

Schritt 2: Entwurf #1
Ein weiser Schriftsteller, den ich natürlich jetzt partout nicht wiederfinde, sagte einmal, im ersten Entwurf erzählt man sich die Geschichte selbst. Das ist wichtig aus zwei Gründen: Es nimmt einem den Perfektionsanspruch, und es erlaubt einem, vom Plan abzuweichen, wenn man mittendrin eine bessere Idee hat. Texte sind heutzutage nicht mehr Stein gemeißelt oder mit der Schreibmaschine getippt – und so mühe- und endlos editierbar. Der erste Entwurf kann und darf so richtig grottenschlecht sein. Er ist ja nur ein roher Klotz, aus dem man nachher die schönsten Dinge meißeln kann. Das Einzige was man nicht machen darf: Anfangen daran herumzufeilen, bevor man die Geschichte fertig geschrieben hat – sonst schreibt man nämlich nicht weiter. Je nachdem wie lang das Werk werden soll und wieviel Zeit man zum Schreiben selber hat, sitzt man dann am Erstentwurf. Natürlich kann man an so Absurditäten wie dem National Novel Writing Month (kurz NaNoWriMo) teilnehmen, um in einem Gewaltakt in einem Monat 50.000 Worte runterzuschreiben – das heißt 1.666 Worte am Tag. Wenn man den Druck braucht… mir war bisher mein Schlaf wichtiger. Wenn ich gerade in einer Phase bin, in der ich täglich schreibe, habe ich mir ein Mindestziel von 200 Wörtern gesetzt, meistens werden es mehr. Wenn’s läuft, brauche ich für die 200 Wörter nur 20 Minuten. Manchmal dauert es aber auch 2 Stunden.

Schritt 3: Entwürfe #2 bis #N
Nun beginnt die eigentliche Arbeit, die, für die man unendlich viel Geduld und noch mehr Zeit braucht. Das Überarbeiten. Und das heißt nicht nur, Tippfehler suchen und kruden Satzbau gerade ziehen. Das heißt Charakteren mehr Persönlichkeit geben; Szenen streichen, um oder gleich ganz neu schreiben; oder feststellen, dass manches nicht so funktioniert wie man sich das vorstellt und deswegen Dinge umbauen. Das Gemeine an Geschichten: Ändert man an einer Stelle was, muss man sicher auch an einer anderen Stelle was ändern, denn alles ist miteinander verwoben. Überarbeiten ist mühselig, und ab einem gewissen Punkt kommt einem, weil man alles schon x-mal gelesen hat, langweilig und fade vor. Trotzdem mag ich diesen Schritt eigentlich am liebsten. Es ist ein bisschen wie Silber polieren – man nimmt etwas das glanzlos und blind ist, und poliert solange bis es glänzt und funkelt.

Schritt 4: Beta-Leser
Wenn man das Gefühl hat, die Geschichte ist soweit komplett, lässt man sie auf eine ausgewählte Öffentlichkeit los: Die Beta-Leser. Die haben die ehrenvolle Aufgabe, Feedback zu geben. Manche Autoren geben ihren Beta-Lesern eine vordefinierten Fragenkatalog mit, um zu ganz bestimmten Dingen eine Rückmeldung einzuholen, wie z.B. ob ein Charakter sympathisch ist, oder nicht. Beta-Leser finden auch Löcher in der Logik; Wörter oder Bilder, die man zu oft verwendet, und dergleichen mehr. Wenn man ihre Rückmeldungen bekommen hat, heißt es wieder: Zurück zu Schritt #3.

Schritt 5: Loslassen
Eine Geschichte ist nie fertig. Man findet immer und immer wieder was, was man anders und besser machen kann. Deswegen muss man sich zwingen, einen Punkt zu finden, an dem man sagt: Bis hierhin und nicht weiter. Zeit, das Ding zu veröffentlichen.

Wöchentlicher Rückblick

Allmächtige Tante, was für eine Woche. Ich mach drei Kreuze und schlag ein Rad, wenn sie vorbei ist. Die Kongress-Saison im Büro ist alleine schon stressig genug, aber wenn man sie dann noch durch äußere Umstände noch stressiger gemacht wird… Mein Hirn war die Woche öfter aus Marshmallows als mir lieb war.

Doch trotz dieser unerfreulichen Zustände im Berufsleben kann ich verkünden: Kapitel Nummero Uno der Rocket Sisters ist fertig geschrieben und zu einem Viertel auch schon editiert. Der schicke neue türkise Ring da oben, der ist hoffentlich rund und voll wenn ich mich nächsten Freitag wieder melde. Kapitel Zwei ist fertig geplant, huzzah! Es besteht aus 8 Episoden, vier aus der Sicht von Adelie, vier aus der Sicht von Nate, und wird schätzungsweise irgendwo um die 8000 Worte lang werden. Außerdem kann ich sagen, dass es für beide ziemlich nass, ziemlich ungemütlich und für Adelie auch ziemlich schmerzhaft werden wird. Wer mehr wissen will, findet eine kleine Inhaltsangabe hier.

Auch vollendet, zumindest in der statischen HTML-Form ist das neue Aussehen dieses Internetauftritts – nun geht’s daran, den WordPress-Code reinzubasteln und die ganze Angelegenheit dynamisch zu machen.

Und dann hat himmelskratzer.de im September seit 26 Monaten mal wieder mehr als 200 Views gehabt. Ich weiß zwar nicht, wo die auf einmal herkommen, aber wegen mir darf das gerne im Oktober so weitergehen. Ich habe mir nämlich eine kleine Milestones-Liste gemacht, weil sich sonst immer alles so fruchtlos anfühlt. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, so bald schon zwei davon streichen zu können. 50 Views an einem Tag hatte ich diese Woche nämlich auch. Natürlich denke ich bei sowas immer zurück an die gute alte Zeit™ als dieses Blog 28,000 Views im Jahr hatte – aber da hab ich auch noch jeden Tag gebloggt und war nicht zum Teil monatelang auf Tauchstation. Dieses “Damals” war übrigens 2009.

Und was machen eure Projekte so? Welche Milestones habt ihr diese Woche erreicht – oder vielleicht auch nicht?

Comment Spam der anderen Art und Erkenntnisse im Storytelling

Das habe ich gestern im Comment Spam gefunden. Und ich bin stutzig geworden, weil so ganz das übliche, nicht Sinn machende Englisch, das man da normalerweise findet, wollte das nicht sein. Es passte aber auch nicht so 100% zu der Episode. Google angeschmissen. Dies hier in einem Blogpost gefunden:
“Lemonade is not theoretical for me. While I was moved by the images and metaphors and innuendos, I was more moved by the cyclical nature of the storyline, how the chapters can be read front to back and then back and forth again. From intuition to redemption back to intuition. Denial. Anger. Apathy. Emptiness. Accountability. Reformation. Forgiveness. Resurrection. Hope. Redemption.”
(Quelle: Crunk Feminist Collective)

Ich habe keine Ahnung wie das funktioniert, aber offensichtlich kopieren Spambots nun anderer Leute Blogposts??? Aber dafür hat mich der verlinkte Blogpost zum Nachdenken angeregt. “longing for white-girl ever afters” – Ich habe nicht nur weiße Mädels unter meinen Charakteren und ich sollte ein Augenmerk darauf legen dass kulturelle Unterschiede auch in der Narration von (Liebes-)Geschichten stattfinden. Danke Spambot, für die Anregung, Dinge auch mal jenseits von white-girl ever afters zu betrachten.

Wöchentlicher Check-in

Diese Woche stand unter dem Motto: “Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, oder auch: Wenn man arbeitet, dann schreibt man nicht so viel”. Aber Kapitel Eins ist eindeutig auf der Zielgeraden, mir fehlen noch grob circa 600 Worte. Dann geht’s an den Feinschliff, dann an die Beta Reader, dann deren Feedback einarbeiten und daaaaaaann kann es am 15. Oktober endlich losgehen. Ich bin schon ganz nervös. ^___^ Insgesamt hat Rocket Sisters übrigens diese Woche die magische 10.000 Wörter Mauer durchbrochen. Boo-ya!

Außerdem hat sich dieses Autorentier hier die Woche bei einem Fitnessstudio angemeldet. Ja, ich, Couch Potato und introvertierter Stubenhocker aller erster Güte! Die Hölle muss zugefroren sein und die Flüsse müssen rückwärts fließen, anders kann ich mir dieses ungeheure Vorkommnis nicht erklären! Das Unterfangen wird natürlich meine kostbare Schreibzeit weiter beschneiden, aber ein unglücklicher Schriftsteller schreibt nicht, und Sport macht glücklich. Also – auf zum Sport!

Das periphere Nicht-Schreib-Projekt “Redesign” dieser Webseite hat auch Fortschritte gemacht – nachdem ich erstmal meine CSS- und WordPress-Bücher aus dem Büro wieder mit nach Hause in die heimische Bibliothek gebracht habe. Das HTML steht zu, seien wir mal großzügig, 75%. Es fehlt eigentlich nur noch der Chi-chi-Kram, also die Linkfarben, die Special Effects, etc. Das was also wirklich Zeit kostet.

Fun facts der Woche:

  • Instagram-Posts bei Facebook haben einen gigantischen Reach, aber generieren keine Klicks hierher. Buh! Der Rocket Sisters Instagram-Feed ist übrigens hier zu finden: himmelskratzer.writes
  • Das am häufigsten gelesene Kapitel von Alpha & Omega ist “The Green Fairy” – ich frag mich, ob das daran liegt, dass alle darin Absinth erwarten?
  • Man kann Kampfflugzeuge nicht abschließen. Was ein Schlüsselfaktor im ersten Rocket Sisters Kapitel sein wird.

Book review: When Dark falls, Pippa Jay

The blurp: In a city where Dark Technologies Inc. now runs the show, Kadie Williams has more immediate concerns than the fall of Blaze, their guardian superhero. Almost every morning for the last few months she’s woken up with cuts and bruises on her body, and no idea how she got them. There are no nightmares. No evidence that she sleepwalks, or any sign of a break in. And nothing to tell her who’s been cleaning up after her. As just one of thousands of civilians conscripted to slave away in the labs of Professor Dark, she knew there’d be trouble ahead. But she never expected it to be so bad, or so personal.

Desperate for answers, Kadie looks to the new defender of the night, the only person who can hinder the total domination of Professor Dark — Nocturnelle. The mysterious vigilante superhero came from nowhere with her cybernetic sidekick Shadow, set on putting an end to the brutality of Dark’s regime. But as his laboratories work on a new secret super-weapon, Nocturnelle and Shadow may not be enough to save Nephopolis…or to save Kadie either.

Genre: Steampunk/Decopunk

The verdict: 5/5

Pippa Jay is a brilliant world builder and this story proofs it again. It’s just a short novella, but it’s packed to the brim with airships, mad scientists, cyborgs, superheroes and a little romance. Although the tone is cheerful, the story itself is actually quite sad, but I can’t tell you why, due to spoilers. Kadie and Nocturnelle are interesting leading ladies, and Shadow is a swoon-worthy sidekick. The only thing that I didn’t like was Nocturnelle’s propensity to rush into situations without thinking, which lands her in some pretty tight spots.

Take-away: Learn how to pack awesome world building into three sentences.

Wöchentlicher Check-in

Es tut sich was, es tut sich was. Der zweite Draft vom ersten Kapitel ist fast fertig geschrieben, es wird also bald den Beta Lesern zur Kritik vorgeworfen. Kapitel 2 existiert zumindest schon mal in meinem Kopf und wartet darauf, als Draft zu Papier gebracht zu werden.

Außerdem habe ich mich entschieden, ab dem 15. Oktober die Episoden wieder aufzunehmen, kringelt euch also diesen Tag rot im Kalender an. Die Rocket Sisters haben jetzt auch ein eigenes Cover und ihre eigene Unterseite, wo wieder alle Episoden einfach zu finden sein werden.

Hinter den Kulissen von Himmelskratzer.de wird auch fleißig geschraubt. Das Design für die Landing Page steht und ist auch schon in statischen Code gegossen. Jetzt muss ich nur noch WordPress einbinden, und dann kann ich dahinter ein Häkchen machen. Die restlichen Templates machen mir allerdings noch etwas Kopfzerbrechen. Eine Sidebar, oder doch zwei? Wieviele extra Seiten-Templates? Die Seitennagivation? Das wird also alles noch ein bisschen dauern, aber ich habe mir selber versprochen, mich da nicht zu stressen. Es wird aber viele tolle Sachen geben, das kann ich schonmal verraten. Wie man am Bildchen oben unschwer erkennen kann, fließt das neue Design auch schon überall ein. Es wird wohl mehr ein fließender Übergang sein.

Ansonsten geht es für mich nächste Woche wieder zurück ins Büro, und die heiße Kongressphase beginnt. Das wird wohl ein bisschen die Bremsblöcke hier anziehen, zu meinem Leidwesen. Und was machen eure Projekte so?

Book review: Grim, M.K. Eidem (Tornians #1)

The blurb: King Grim Vasteri is the strongest and most feared warrior in the Tornian Empire. He is the King of Luda, blood brother to the Emperor and his line will die with him. He will have no offspring for no female would join with him for once he was scarred he was considered ‘unfit’. The Tornian Empire has been dying ever since the great infection caused the birth of females to become a rarity. Since then they have been searching the known universes for compatible females. The Emperor’s discovery of a compatible female on a slave ship changed that. He’d ordered Grim to find his Empress’ home world so more ‘unprotected’ females could be obtained, knowing Grim would never be allowed to Join with one.
Lisa Miller is a widowed mother of two little girls, Carly and Miki. Her husband died just a year ago, after a long battle with cancer and she misses him immensely. Friends want her to start dating again but in her heart, she knows there isn’t a man on the planet she could love like her Mark. Who could love their girls like their own. Therefore, she’ll stay alone.
When Lisa is discovered ‘unprotected’ at her husband’s grave, she wakes on an alien ship heading for an alien world. Refusing to accept this she confronts the large males, demanding she be returned to her children. Seeing his chance to have a female, Grim agrees to accept and protect her offspring, if she agrees to Join with him and only him. Realizing this is the only way she can retrieve her children Lisa agrees and the Tornian Empire changes forever.

Genre: Sci-fi Romance

The verdict: 2/5

I stumbled upon this series early this year while browsing Goodreads for books with strong leading ladies. I was looking for actual science-fiction, the one that doesn’t heavily feature romance, buuuut as I’m a sucker for romance, I gave in. Also, I wanted to know if it really was as bad as the comments said it was. Before I go on, I must add that this book is self-published and obviously the author had no money for an editor or a notion that spell-checkers exist. And I was aware of this as I purchased the book, so I’m not going to hold this against it. As I’m not a native English speaker, I only noticed the more egregious grammar mistakes, and I could read over the typos. The story itself is actually quite gripping, otherwise I might have not finished it, because besides the non-existing editing, the book has issues. Mostly logical ones, but some ethical ones, too. For example, I doubt it highly that any person would appreciate to be kidnapped and willing to leave everything behind as easily as Lisa did. Everybody has friends who’d be worried sick if we’d vanish without a trace. What I really, really liked, and what kept me going besides the struggles, was the relationship that Lisa forms with her hunk of a blue alien-husband. Not the instant-love bit three seconds after they met, but the stuff that came afterwards. They talk things through, they acknowledge that they have different cultural backgrounds and that they just can’t assume things about the other. That was very refreshing to read. The world building was also good and I wanted to know how that royal intrigue would end. All in all maybe the worst book I’ve ever read, but certainly not the worst story.

Take-away: Re-read everything before I hit publish. Use spellcheck and beta-readers to find typos and plot-holes.

Ein neues Kleid für Himmelskratzer.de

Bis gestern habe ich ja geglaubt, ich sei absolut unfähig, für mich selber etwas zu entwerfen. Ist ja nicht so, als würde ich nicht mein Geld damit verdienen, aber mir ein “Branding” für Himmelskratzer.de auszudenken, war irgendwie nicht drin. Das lag zum einen daran, dass ich mir lange Zeit nicht sicher war, was ich überhaupt wollte. Dann stand mir auch gerne mein Perfektionismus im Weg.

Ich mir erstmal angeguckt, wie andere Autoren das so machen – die erfolgreichen, und die weniger erfolgreichen. Ich will ja nichts verkaufen. Aber ich will meine kleine Welt auf Westerhaven lebendig werden lassen. Buchstaben sind ja nun nicht wirklich ein visuelles Medium, aber wie den Leuten ein Gefühl von raschelnden Petticoats, chromglänzenden Autos und röhrenden Raumschiffen vermitteln? Und ganz ehrlich – die übliche Science-fiction Ästhetik mit ganz viel Schwarz, kühlem Blau und ein bisschen Orange ist so überhaupt nicht meines. Und auch nicht das, was ich schreibe. Was besseres ist mir allerdings auch nicht wirklich eingefallen. Bisher.
Aber nun, endlich, nach einer Woche Hirn aushängen und wirklich mal entspannen, kamen die guten Ideen scharenweise. Es ist unglaublich, wie fix ein ausgeruhter Kopf denken kann – und Dinge entwerfen. Neues Logo – zack! Ein Konzept das Inhalt und Visuelles vereint – zack! Schnieke Landingpage – zack! Kleiner Introtext der Lust auf mehr macht – zack!

Jetzt muss ich nur noch die Muse finden, meine Entwürfe auch in schnöden HTML Code zu verwandeln. Leider habe ich nicht noch 5 Wochen mehr Urlaub… aber ich hab ja auch keine Deadline. So wie im Büro.

Book review: Grimspace, Ann Aguirre (Sirantha Jax #1)

They always say you should read widely in the genre you want to write for. So I’m on a quest to read more Science-fiction with kick-ass female leads, preferably written by a woman.

Genre: “Grimspace” is more Sci-fi romance than Adventure or Space Opera. Or, like one reviewer on Goodreads said: It’s Space Soap Opera.

The blurb: As the carrier of a rare gene, Sirantha Jax has the ability to jump ships through grimspace-a talent which makes her a highly prized navigator for the Corp. Then a crash landing kills everyone on board, leaving Jax in a jail cell with no memory of the crash. But her fun’s not over. A group of rogue fighters frees her…for a price: her help in overthrowing the established order.

My verdict: 3/5

“Grimspace” is by all means not a bad book. Entertainingly written, nice pace, and interesting world. I read it over the course of a day, it’s a perfect “beach read”. But I realised, a first-person narration is so not my thing. Especially not when the character we’re inside is so borderline stupid like Sirantha is. That she never asks “Why?” until the last quarter of the book is infuriating. She has absolutely no clue whatsoever about anything, and doesn’t bother to ask on top of it. I’m willing to hand-wave a lot of things. Like the instant-love between her and March. The constant bickering between them, in best Pride & Prejudice style. The deaths of characters that were frankly more interesting and capable than Sirantha herself. But what I can’t stand is stupidity. That the other characters don’t even bother to clue her in, is equally maddening. You’re about to land on a planet that has deadly creatures triggered by the smell of blood? Yeah, better not mention it. The thing with e-readers is that you can’t throw them across the room in frustration over silly behaviour of characters. It’s unlikely I’ll pick up the rest of the series.

My take-away: Give your characters substance. And make them use their brains. Ditch the angst. Make them act like adults, who talk to each other, and not like immature teenagers.

Daily Life of Spec Ops – A scene from the scrap pile

It doesn’t matter if your job is to survive the daily craziness of an office or to save your kidnapped cousin from some goons, having a partner to rely on, lean on or simply talk to is the best thing. I always feel that commercial romance focuses too much on the sexual attraction between two people, and not enough on how to have a healthy relationship or how to survive the insanity of daily life with each other. Truly knowing someone isn’t always as romantic or beautiful as it sounds.

***

Adelie stared at the humongous man, frantically trying to come up with a strategy to get rid of him. Her shoulder hurt and her cheek burned, she felt the swelling impairing her field of vision. His grip was pressing her against the wall, but he didn’t check to secure her legs. That was a big mistake, buddy. You’re not going to stop me from cuddling with Nate tonight, oh no! As his fist thundered towards her face she kicked with all her strength against his kneecap, making him howl with pain and loosen his grip just enough for her to dodge the fist, which burrowed unchecked into the concrete. The gnarly sound of knuckles breaking, another howl in pain. She didn’t wait for him to recover, instead she buried her knee in his crotch, and he doubled over. Before he could come back up again she dislocated his kneecap for good. His scream rung in her ears, but by now she was so worked up, she couldn’t stop. One last shove made him stumble backwards, trip over a conveniently placed cable and finally topple down the metal stairs he had come up. The heavy thud with which his body hit the bottom told her that he wouldn’t be a bother anymore.
She pressed the button of the comm-link.
“Nate, I’m back.”
“You sound out of breath, everything alright?”
“Little mix up… but now we have to get out fast.”
“Okay, straight ahead for a hundred meters, then turn left, and you should see the main gate. Currently no guards there, but you’re right, they’re closing in behind you. Turn immediately right after the gate, there’s a truck waiting for you.”
“Check. See you later.”
Adelie grabbed Cosima’s hand. The princess stared at her in a wild panic, almost struggling against her grip. “And now we have to run as fast as we can!”
“O-o-okay. Is he dead?” Her head jerked towards the stairs.
“I don’t know and I don’t care. Now run!”
In a mad dash they barrelled down the hallway, through the gate and indeed, there stood the promised ride, a heavily armoured truck, motor running. She shoved Cosima up the ladder and followed close behind, shutting the door right as a group of men bursted through the gate. Bullets whizzed through the air, hitting the outer shell of the vehicle as they made their getaway. She slumped against the wall, all energy drained out of her. Her lungs burned, her whole body ached, but she had to check on her cousin first. Cosima cowered as far away from her as possible, staring at her with wide eyes.
“What – what did they do to you? What are you? I thought you’re a pilot – not a… a… battle machine!”
Adelie sighed.
“I’m a special operations soldier, Cosi. I fly spacecraft, I sneak into enemy ships, I gather information and disrupt their plans. I rescue hostages. And yes, occasionally I kill people. I don’t enjoy it.”
She could see that this was too much for a sheltered princess like her. Between being abducted, encountering a look alike that turned out to be her long gone cousin and then running half-naked through a fortress, dealing with violence was probably asking to much. Her cousin rested her head on her knees and wept silently. Adelie pondered if she should scoot over and comfort her, then she remembered the panicked look… better not. Instead she plugged in the earpiece and pressed the comm-link button again; she needed some comfort herself.
“Lieutenant, request for a private conversation. Are you still there?”
“Always, Commander. Why do you want to go off the air?”
His velvety voice made her smile, even though she was so exhausted she just wanted to curl up on the naked metal floor of the truck and sleep a thousand years.
“I just need to hear your voice and be alone with you – although probably neither of us is alone.”
“That’s nice. You should arrive in, let me see… 15 minutes?” She pictured him sitting in front of the holomap, his angular face illuminated by the green light, watching a little green point moving. He was smiling, she could hear it.
“Best thing I’ve heard all day.”
“You need anything?”
“Get the committee ready for the Royal Highness, she needs medical attention ASAP.”
“And you, Commander? You sound tired. Are you alright?”
She chuckled, leaning her head against the cold wall of the armoured truck. Her shoulder was on fire, her cheek so swollen she could barely see, and there was a nice collection of scrapes on her knees and shins. She could feel the little parcel of packed away emotions fighting its way into the foreground of her consciousness again, too, now that the excitement was over. No, she wasn’t alright at all.
“I need a hug.”
“Just a hug?”
“Yeah. A long hug.” And kisses, she didn’t add.
His soft laugh on the other end of the line told her that he had understood. Then he became earnest. “Get yourself here, Lily, you sound like you need more than a hug. You’re almost there. You can make it.”
“I’m not sure I will, Nate. I feel frayed.”
From the corner of her eyes she could see that Cosima had lifted her head and listened intently.
“Stay strong. I’ve to finish up here, get the welcome committee ready. See you later, Commander.” The way he said that made her stomach flutter. They had a later. She was so looking forward to it.
“Yeah, see you in a few.” She switched off the comm-link and closed her eyes. Just a few more minutes. She could make it.
“You… and this man… you sound so familiar with each other.” Cosima’s voice was small and tired, but curious.
“Lieutenant Havisham and I, we know each other for a very long time.”
“Oh dear me, sometimes I’m really thick. Of course this was Lieutenant Havisham, why else would you call him Nate.”
Adelie lifted her head and looked at her cousin. “How do you know about Nate?”
“You mother speaks very appreciatively of him, every time she tells me news about your whereabouts.”
“Does she?”
“Yes. I always wondered if I would ever meet him.”
“Now you will.”
Cosima fell silent again, fiddling with her fingers. Then she said:
“You two seem to care a lot for each other.”
“We do. Sort of happens when you’re constantly in life threatening situations together. It welds a special bond.”
“It sounds nice to be with someone who understands you. I wish I had someone I could rely on like you obviously can on your Lieutenant.”
“The thing is, that when you go into battle together, you really get to know each other. You get to see sides of people they wouldn’t normally share with anyone. Fear, pain and panic do that. It’s not pretty. Neither is what you have to deal with if you survive.”
“Oh.”
“So yes, he knows me. The bright sides, and the dark sides. And I know his.”
“This sounds so romantic.”
“It isn’t.”
They fell silent again while the truck rumbled through the setting sun, getting them to camp and safety. Eventually they passed the gate and came to a halt in front of some tents. The door opened and the chilly air of the evening swept inside. They were awaited by the medical team Adelie had ordered.